Gone * Home

      Gone * Home

      Gone * Home ist ein Adventure des neugegründeten Studios The Fullbright Company und erschien im August 2013. Es wurde von 3 ehemaligen 2K Mitarbeitern programmiert, die zuletzt am BioShock 2 DLC Minerva's Den gearbeitet haben und besitzt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Indie Spiel "Dear Esther".



      In Gone*Home steuert man Kaitlin Greenbriar, die nach einem Auslandsjahr wieder zurück zu ihrer Familie kommt. Doch als sie von einem Taxi vor ihrem neuen Zuhause - ihre Familie ist gerade umgezogen - ankommt, stellt sie fest, dass weder ihre Eltern, noch ihre Schwester Samantha, zuhause sind um sie zu begrüßen. Nur eine Notiz ihrer Schwester ist an die Haustür geklebt, in der sie Kaitlin bittet , nicht nach Antworten ihrer Abwesenheit zu suchen.

      Kaitilin durchforstet nun das für sie fremde Herrenhaus nach Hinweisen für die Abwesenheit ihrer Familie und muss durch zahlreiche Notizen, Zeichnungen und der Stimme ihrer Schwester Sam, in Form einer Off Erzählerin, das letzte Jahr rekonstruieren.





      Gone*Home vermittelt dem Spieler zu beginn ein Horror-Adventure zu spielen. Zum einen durch das alte Herrenhaus, indem das Spiel spielt, außerdem muss der Spieler in jedem Raum erst das Licht anschalten, welches ofmals nur spärlich die Räume beleuchtet. Zum anderen durch zahlreiche In-Game Notizen und Objekte , die sich sehr stark um Okkultismus drehen. Doch nach und nach, wird klar , dass die zarte Geschichte nur in einer harten Schale versteckt wurde. Man entwirrt eine, nur zu irdische, Geschichte eines typischen Teenagers und die Probleme einer Familie.

      Gone Home - Launch Trailer - YouTube

      Gone*Home ist ein 1st Person Adventure. Man steuert Kate aus mit den Pfeiltasten und sieht sich, genretypisch, mit der Maus um und kann Objekte mit der linken Maustaste untersuchen bzw. mit ihnen interagieren. Zudem kann man Objekte in ihrer 3-dimensionalität untersuchen, indem man die rechte Maustaste drückt und die Maus dabei bewegt.

      Gone Home - Gameplay Teaser Trailer - YouTube


      Die große Stärke von Gone*Home ist sicherlicherlich die Story. Sie wird wahnsinnig einfühlsam und glaubhaft erzählt und fesselt vom ersten bis zum letzten Dokument den Spieler an das Spiel.
      Dabei werden teenagerhafte Probleme mit der Liebe, der Schule und mit den Eltern auf eine authentische, ehrliche Art und Weise behandelt, dass man sich sehr leicht mit der Geschichte und den Charakteren indentifizieren kann.

      Zudem sei auch die brilliante Atmosphäre erwähnt, die sich durch das komplette Spiel zieht. Ich hatte durchgehend ein wirklich mulmiges Gefühl, dass Herrenhaus zu erkunden. Durch knarrende Bodenbretter, einem Unwetter und der spärlichen Beleuchtung wird eine sehr bedrohliche Atmosphäre geschaffen, die sich aber nie wirklich materalisiert und vielleicht gerade deshalb nie richtig abklingt.




      Zudem wird der Zeitgeist der 90er Jahre wahnsinnig gut eingefangen ( das Handlung des Spiels beginnt am 7.6.1995). Seien es Musikmagazine mit Kurt Cobain auf dem Cover, Videokassetten mit den ersten Staffeln von Akte X, Sonic Youth Poster, das Super Nintendo oder 3 D Bilder. Als ein Kind der 90er gibt es hier sehr sehr viele nostalgische Momente und "Ach Ja, typisch 90er" Momente , die mir sehr sehr gut gefallen haben. Das Spiel ist vollgepackt mit Details, die die 90er und die Geschichte sehr gut einfangen und die Atmosphäre enorm verdichten.
      Dieses Datum wurde auch nicht zufällig gewählt. Denn es war vielleicht das letzte Jahr vor der Digitalisierung von Nachrichten, so die Entwickler.



      Im Spiel gibt es noch einige Kassetten, die man in die Stereoanlagen und Ghetto-Blaster einlegen kann. Darauf befinden sich 90er typische Riot Grrrl Bands wie etwa Bratmobile oder Heavens To Betsy, die nicht nur mit der Zeit des Spiels, sondern auch mit dem Geschichte verbunden sind.




      Auch die eigentliche Spielmusik ist ziemlich gut gelungen und trägt durch ihre geisterhaftige Zurückhaltung sehr zur Gänsehautbildung bei und ändert sich entsprechend der Storyentwicklung dezent ab.




      Gone*Home reiht sich in das sog. "Story Exploring" Genre ein, zudem u.a. auch Dear Esther oder The Stanley Parable zählen. Dabei ist das primäre (und oftmals auch einzige) Ziel des Spiels eine Geschichte zu erzählen. In Gone*Home passiert dies durch das untersuchen von Schlüsselgegenständen, die eine Erklärung von Samantha auslösen und so die Story nach und nach antreiben.

      Allerdings polarisiert dieses Genre wie fast kein zweites, da Gameplay und Möglichkeiten des Spielers meist recht limitiert und beschnitten sind und es meist auch keine Herausforderung für den Spieler gibt, da es an Gegnern oder Rätseln fehlt.

      Die Spieldauer beträgt etwa 4-5* Stunden (*wenn man das Spiel möglichst schnell durchspielen will, dauert es sicher keine halbe Stunde, ein gewisses Interesse an der Story ist für die 3-4 Stunden vorausgesetzt), wenn man jeden Winkel und jedes versteckte Dokument finden will noch etwas länger.
      Jo, hab die Herstellerseite und noch nen Artikel drüber gefunden. Aber ich kaufe keine Artikel, die nicht mal deutsche Texte aufweisen. Vielleicht kommt ja noch ein offizielles Sprachpaket, dann würde ich es mir sogar holen. Es soll ja schon welche von Fans geben, aber ich möchte schon was offizielles haben.

      Echt schade, das Spiel scheint ein netter Zeitvertreib zu sein und Spannung zu bieten. Ich mag dieses Suchen und Finden, vor allem wenn da noch ne nette Story hinter steckt.

      Mfg, Samael.
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