Dying Light

      Es gibt eine ganz leichte Erklärung, wieso Dying Light auf dem Index landet und das schrottige Evil Within nicht.

      In Evil Within bekämpfst und tötest du Wesen, die schon lange nicht mehr menschlich sind - wenn sie es überhaupt mal waren. In Dying Light wiederum bekämpfst du nicht nur Zombies - nein, du kannst sogar Menschen so verstümmeln und verunstalten wie du es mit den Zombies tun kannst. Sogar Kinder! Letzteres halte ich persönlich für mehr als unnötig und hätte man sehr gerne rauslassen können. :/

      Naja, im Endeffekt beides Spiele, die ich nicht so unbedingt brauche.

      Danke für die schnelle Klärung.
      Da braucht man sich natürlich über die Reaktion nicht wundern, dennoch bin ich der Meinung, dass diese moralische Grenze immer noch ein bisschen schwach ist.
      Gewalt bleibt doch Gewalt, insbesondere wenn es um so explizite und blutige Verletzungen geht, wie man sie eben auch aus dead Island kennt. Da macht es imho - rein spieltechnisch - keinen Unterschied, ob ich diese Dinge nun Humanoiden oder "Anderen" antue (etwas dramatischer wäre da schon eher eine Story, die dich als Spieler wirklich zum wahllosen Abschlachten Wehrloser motiviert). Ich könnte mich nun auch nicht übermäßig daran erfreuen, so etwas einem Kind-Charakter anzutun, aber ebensowenig würde es mich wirklich stören — es wäre eben einfach ein anderes Polygonmodell (auf das man eben auch gut verzichten kann).

      Will sagen: Wenn exzessive Gewalt schon von den angeblich mündigen Bürgern ferngehalten werden soll, würde ich persönlich die Indiezerungsgrenze nicht unbedingt in diesem Bereich ansetzen.

      Von all dem bösen unnötigen Geschlachte mal abgesehen bin ich doch ein wenig interessiert an dem Titel, dead Island hatte auch seine Momente (die allerdings hauptsächlich dem wirklich wunderschönen Postkarten-Design der Welt zuzuschreiben sind), selbst wenn besagtes Gesczhnetzel dann eben bald dröge wird.
      No weapons.
      Just words.
      Kinderzombies sind einfach nur logisch, daher wird es sie wohl in diesem Spiel geben. Mich hat es schon immer genervt, dass man in RE, TES oder GTA, keine Kinder gesehen hat. Erwachsene "Monster", schocken mich nur selten, Kinder finde ich aber übelst gruselig. Gut, es gab in RE2 Sherry, aber die anderen Kinder, haben sich wohl nicht in Luft aufgelöst. Ich denke, dass die Entwickler sich wegen dem Realismus dazu entschieden haben und um den Spieler in einen moralischen Konflikt zu drängen.

      Letztendlich ist es wie immer nur ein Spiel, da es ab 18 ist, wäre auch jede Zensur unnötig. Was man davon hält, dass es endlich mal Kinderzombies gibt, ist Geschmacksache. Ich mags generell etwas realistischer, daher finde ich es gut. Jede Population weist Kinder auf, die bleiben auch bei einer Zombieapokalypse nicht verschont oder lösen sich in Luft auf.

      Wenn mein PC das packen würde, wäre ein Kauf nicht ausgeschlossen. Ich habe kein Problem damit, Gegener aller Art, ins virtuelle Nirvana zu schicken, sind ja nur Daten.

      Mfg, Samael.
      [glow]Kehre dein Innerstes nach außen und blicke in den Spiegel, kannst du den Anblick ertragen?[/glow]

      Das mit Indizierungen sehe ich generell recht gespalten. Auf der einen Seite finde ich es nicht gut, dass ich mich vom Jugendschutz bevormunden lassen muss, denn ich bin volljährig und kann über mich selbst bestimmen. Auf der anderen Seite ist es aber leider auch so, dass viele Eltern unachtsam sind und ihren bettelnden Kindern im Laden etwas kaufen. Völlig egal, dass das Kind erst 11 ist und ein dicker, fetter USK18 Flatschen auf der Hülle zu sehen ist. Man will ja nicht, dass es rumschreit - es spielen doch alle seine Freunde und es will doch sooo gern mitreden. doofy Sind dann, der Prüfstelle zufolge, zu harte Szenen vorhanden, dann erfolgt eine Indizierung und ein Kauf ist dann im Normalfall nur noch durch Umwege wie den Import zu erhalten. Wie viele Eltern würden sich die Mühe machen? Nur die wenigsten... In dem Fall halte ich das sogar ein wenig für gerechtfertigt.

      Ach, ich weiß auch nicht. Es gibt Sachen, die brauche ich in Videospielen nicht. Kinder abzuschlachten (egal ob untot oder lebendig) gehört definitiv nicht zu meinen Vorlieben in Spielen ^^' Kann man gern weglassen.

      Muss mich da eher Samael anschließen. Wenn das Ding sowieso schon ab 18 ist, warum wird es dann auch noch indiziert? Und warum werden manche Spiele, die ab 18 Jahren freigegeben sind sogar zusätzlich noch geschnitten? Oder werden sogar auf 16 runtergeschnitten und sind Uncut in Deutschland nichtmal erhältlich (siehe BioShock. Wobei der Witz da ja ist, dass BioShock 2 ungeschnitten rauskam und das was in BS1 geschnitten wurde in BS2 einfach drin gelassen wurde o.O)?

      Klar ist nicht jeder Mensch mit 18 schon geistig so weit gereift, dass man ihm ohne Umschweife die schlimmsten Gewalt-Taten in einem Spiel oder Film zeigen kann, aber wenn das das Problem wäre könnte man das Alter für Uncut Spiele auch auf 21 setzen. Da sollte dann der größte Teil der Bevölkerung auch die Reife haben um damit umgehen zu können.
      Mir gefällt das nicht, dass man dann noch bevormundet wird, wenn man schon das Alter der Volljährigkeit erreicht hat.


      Und keine Ahnung. Wenn Eltern ihrem 11 Jährigen ein Spiel ab 18 kaufen sollen sie sich hinterher nicht beschweren. Wenn sie keine Geduld haben sich mit der Materie auseinander zu setzen ist weder das Entwicklerstudio, noch der Publisher, das Geschäft oder die USK daran schuld. Die USK ist nicht dazu da um die Kinder zu erziehen sondern um die Spiele in grobe Altersklassen einzuordnen. Und ja, es ist nur eine Richtlinie und keine gesetzliche Verpflichtung sich daran halten zu müssen, aber als Eltern sollte man im Normalfall wissen, ob man seinem Kind schon ein Spiel ab 16 oder 18 zumuten kann.
      Ich hab hier auch "Shadow of Rome" rumliegen, welches ab 18 ist. Und meine Eltern haben es mir gekauft als ich noch keine 16 war. Hat mich die Gewalt schockiert oder geschädigt? Nein. Weil ich geistig reif genug war um damit umzugehen. Aber das ist natürlich nicht bei jedem der Fall. Deswegen sind die Erziehungsberechtigten da gefordert, nicht die Selbstkontrolle oder die Bundesprüfstelle.
      Hm, wenn ich das hier jetzt so lese, kommen mir doch der eine oder andere Zweifel.
      Habe mir das Spiel bestellt und es sollte eigentlich in den nächsten Tagen bei mir eintrudeln.
      Werde es mal anspielen und dann entscheiden ob ich dabei bleibe.

      Grundsätzlich ist es mir ja egal ob ich Erwachsene oder Kinderzombies von ihrem Leid erlöse.
      Ich mag es aber ganz und garnicht, das mir irgendwer vorschreiben kann/darf, ein Spiel zu spielen oder, wie in diesem Fall, halt nicht.

      Und "Moral" ist mir ebenfalls vollkommen fremd in einem Spiel da ich ja weiß das es "nur" ein Spiel ist.

      Im realem Leben lebe ich ein moralisches Leben. Das sollte reichen ;)
      Dann würde mich brennend interessieren, welche Meinung du dir über das Spiel bildest, Doug.
      Kannst ja ein paar Worte dazu sagen, sobald du es angezockt hast.

      Grundsätzlich ist es keine so einfache Frage, das zeigen auch die gespaltenen Meinungen hier. Ich kann Samael und Sanity verstehen, die sagen, dass es so einfach realistischer ist und die virtuelle Realität nicht überbewertet werden darf. Auch der Punkt, dass man sich als Volljähriger von der USK nichts vorzuschreiben hat, ist berechtigt. Sehe ich ganz genauso.
      Und trotzdem gehts mir da wie Haptism: Wenn ich mir vorstelle, dass ich einem kleinen Zombiekind in den Kopf schieße... ich weiß nicht. Da spielt der Verstand eine zu große Rolle - es ist zwar virtuell, aber es ist immerhin "virtuelle REALITÄT", das Gehirn macht trotzdem mit. Jeder, der 'The Walking Dead' schaut, kennt das Problem mit den Kindern/Kinderzombies nur zu gut ^^

      Nur ist das eine Serie und ein Computerspiel lebt von der Spielereinbindung. ALLES sollte man dem Spieler deshalb nicht zumuten - unrealistisch hin oder her. Die Rüffel gehen aber eher in Richtung der Entwickler. Indizierungen halte ich für blödsinnig, vielmehr zweifele ich am Menschenverstand der Entwickler, dem Spieler so was zuzumuten...
      Wenn wir das so weiterspinnen, können wir auch demnächst die Kinder in den Kriegssimulationen wie Call of Duty oder Battlefield reinhauen.
      Die sind ja auch nicht einfach verschwunden und dann Massen an Kinderscharen töten.

      Manche Dinge muss man in Videospielen einfach nicht haben (Ja ich fand das töten des Jungen in Walking dead Season 1, schon echt nicht nötig. )
      Videospiele sind ein tolles Medium, was in vielen Ländern auch als Kunst akzeptiert wird.
      Vor einigen Jahren wurde Silent Hill noch stark zensiert in Ländern wie eben Europa und Japan aufgrund der "Kinder" Mumbler Problematik, manche Länder haben sich da geöffnet und manche nicht (Was ich auch im Fall vom abschlachten von Kindern durchaus legitim finde).

      Abgesehen davon scheint ja Dying Light ein grundsolider Zombie Survival Shooter zu sein, von welchen ich in den letzten Jahren einfach zu viel hatte um da noch groß Yippie zu rufen.
      Ich gebe dir natürlich Recht.
      Es hat auch nichts mit meinem "Spielvergnügen" zu tun ob da Kinder gemetzelt werden.
      Darauf kann ich sehr gerne verzichten und würde es auf keinen Fall vermissen.
      Ich denke auch, das die Programmierer hierbei etwas zu kurz gedacht haben.
      Die sind eher von der Logik ausgegangen das es in so einem Szenario halt auch infizierte Kinder geben muss.
      Es ist der gleiche Entwickler wie bei Dead Island, auf einer Urlaub Insel sind dann keine Kinder? :D
      Gut in dem wirklich großartigen CGI Trailer zu Dead Island wurde die Zombifizierung einer Familie und Kinder gezeigt (War dann im Endspiel zwar völlig abwesend, aber OK.)
      Hätte man eventuell wieder so aufziehen müssen :)

      Aber kannst ja dann mal genauer von dem Titel berichten ( Es wird übrigens überall erwähnt, das der Titel eher im Coop richtig freude macht als allein).
      @ByakuyaEXT: Jopp, in Kriegssimulationen, gehören sie auch rein. Nenn mich kalt, aber etwas mehr Realismus, kann ja nicht schaden. Der Gegner "Kind", ist ja nicht einfach nur ein Gegner, die Entwickler haben shcon erreicht, was sie wollten. Es löst bei einigen Leuten Emotionen aus, man setzt sich damit auseinander, hat vielleicht Hemmungen sie zu töten. Das ist Wichtigste für den Entwickler aber ist: man redet über DL.

      Mfg, Samael.
      [glow]Kehre dein Innerstes nach außen und blicke in den Spiegel, kannst du den Anblick ertragen?[/glow]

      Es darf ja jeder seine Meinung haben.

      Ich weiß halt nicht, inwiefern es bei Dying Light eine Rolle spielt, dass es Kinder sind. Mir kam Dead Island immer eher als Spaßspiel vor, bei dem man sich eben einfach mal die Seele aus dem Leib ballern kann. Demnach bräuchte ich in dem Kontext nichts Aufreibendes wie Zombiekinder.

      Kein Problem habe ich allerdings damit, wenn ein Spiel oder eine Serie sich dramaturgisch damit auseinandersetzt.
      Wenn man hautnah miterlebt, dass auch Kinder infiziert werden (The Last of Us) und mitleidet.
      Wenn ein Kind entweder infiziert wird oder völlig durchdreht, weil es mit der Gesamtsituation nicht klarkommt (The Walking Dead).

      Wenn mir die Produzenten/Designer zeigen: "Guck hin, das ist grausam!" und ich davon berührt bin.

      Aber wenn ich in einem Spaßshooter noch zusätzlich Kinder abballern kann, nur damit es realistischer ist, dann fehlt mir da der Nährwert.
      Irgendwo muss sichtbar sein, dass sich jemand kritisch damit auseinandergesetzt hat.