Silent Hill 2 Remake

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      Ehrlich gesagt habe ich schon etwas "Angst" vor dem Ergebnis. Auf einen "SH-inspirierten" Titel könnte ich mich wohl etwas einfacher freuen. Ist aber gut möglich, dass das ein Problem auf meiner Seite ist. :ugly2:

      Der Perspektivwechsel wird vermutlich gewöhnungsbedürftig (aber auch hier schwingt wieder ein Me-Problem mit, weil ich kein "1st Person"-Fan bin und das schon gefährlich nahe an diese Perspektive herankommt). Ich hoffe, dass der Action-Anteil durch die Überarbeitung der Kampfelemente nicht so schwer wiegt, dass das herrliche Isolationsgefühl verloren geht.

      Deine/Eure Gedanken zum Trailer würden mich sehr interessieren. Ich fand es ziemlich interessant, wie komisch es sich anfühlt, dass James plötzlich ein "richtiges Gesicht" hat. Wie viel Atmosphäre auch der diffusen (weil eben doch schon ziemlich alten) Grafik des Originals zu verdanken ist, war mir vorher gar nicht so recht klar.

      Allem Mimimi und Wenn und Aber zum Trotz: Gespannt bin ich definitiv ....
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      Ich bin von dem Trailer recht positiv überrascht und finde, dass der aktuelle Zeitgeist gut mit Silent Hill 2 verschmolzen wurde. Der neue Grad an Realismus und das grafische Upgrade ist natürlich gewöhnungsbedürftig, da wir James als eher stumpfen und mimiklosen Charakter kennen. Die damaligen Limitierungen tragen eindeutig zum Charme dieser Legende bei und ich bin wirklich gespannt, wie es am Ende aussehen wird. Trailer sind geduldig und wenn es Mist wird, bleibt uns immer noch das Original.
      [glow]Kehre dein Innerstes nach außen und blicke in den Spiegel, kannst du den Anblick ertragen?[/glow]

      Schön zusammengefasst; Du hast natürlich völlig Recht: Den alten Titel "nimmt" uns ja niemand "weg".
      Wahrscheinlich stecke ich mittlerweile auch einfach in einem geistigen Alter, in dem neue Erfahrungen erst einmal kategorisch abgelehnt werden müssen. :ugly1:
      Vielleicht bin ich auch nur etwas empfindlich, weil mir die letzten Teile schon zu dynamisch (lies "action-/kampflastig") waren bzw. mir so vorkamen. Aber es ist ja (glücklicherweise) nicht so als wäre für alle Spielerinnen und Spieler die größte Freude an Silent Hill immer nur das Sightseeing.

      Trotzdem: Am gespanntesten bin ich auf die Side-by-Side Vergleiche gewisser Orte. Es ist ja, wenn man von eventuellen inhaltlichen Änderungen einmal absieht, ein bisschen so als würde man zum ersten Mal mit einer Brille auf der Nase durch Orte der Vergangenheit flanieren. Mit etwas Glück könnte das ein verzerrt-nostalgisches Erlebnis werden.
      Möglicherweise ist die zeitliche Distanz zur ersten Veröffentlichung auch ein Bonus. Viele Geschichten sehen anders aus, wenn man ein paar Jahre später zurückblickt ...
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      Ich mag auch keine Veränderungen und komme mit ihnen in der Regel auch nicht gut zurecht, aber bei Videospielen ist das halb so wild; sofern man noch auf ältere Versionen zurück greifen kann.

      Homecoming habe ich nicht durchgespielt und Downpour interessierte mich einfach nicht, aber wie du, wünsche auch ich mir, dass es nicht so action lastig wird wie Homecoming.
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      Homecoming habe ich ebenfalls abgebrochen.
      Downpour fand ich offen gesagt gut, das aber vor allem weil die Atmosphäre auf eine Art anders war, die es eben weniger wie einen "SH-Versuch" sondern mehr wie etwas eigenständigeres wirken ließ. Insbesondere der Soundtrack hat da echt Eindruck gemacht... allerdings muss ich dazu auch gestehen, Daniel Licht wirklich hart zu feiern (ich war völlig aus dem Häuschen, herauszufinden, dass er da fast wörtlich seine Finger im Spiel hatte und es sich nicht nur "so anfühlte"). Schade, dass seine Fähigkeiten in keinem weiteren Spiel mehr zu finden sein werden.
      — Sorry für den kurzen Ausflug ins OT, Downpour war einfach ein schönes Beispiel dafür, wie man auch "anders gut" an ein Spiel herangehen kann, das nur noch marginal mit dem SH-Flair spielt. Aber für ein Remake ist das natürlich vollkommen irrelevant.

      Aber ja... Viel Zeit, sich umzusehen, wäre der eine Wunsch, den ich an das Remake richten würde. Zeit, eine Angst aufzubauen, die nicht "ich muss gleich wieder schnell Knöpfchen drücken" bedeutet, sondern einen drei Wochen später beim nächtlichen Weg zur Toilette subtil und nostalgisch gruselt. Gerne darf das permanente Gefühl der Bedrohung weiter bestehen. Die Gewissheit tatsächlich alle fünf Minuten von irgendeiner Kreatur angekaut zu werden dagegen macht so ein filigran geschmiedetes Erlebnis schnell zur puren Stresserfahrung der unschönen Art.
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      Vor allem das Gefühl der Isolation und Einsamkeit muss wieder her, Monster sollten wieder gezielt platziert und eingesetzt werden. Isolation kann man natürlich auch mit einer fülle an Gegnern erzeugen, siehe Outlast, denn da man in diesem nicht kämpfen kann, wird eine ganz neue Art von Angst erzeugt. Das Blair Witch Game von den Entwicklern war okay, nicht was man als BW Fan erwartet und wirklich haben will, aber dennoch solide. Daher denke ich, dass es unter der Führung der Japaner schon hinbekommen werden und ich hoffe wirklich, dass Yamaoka und Ito auch in Richtung Produktion und Direction ein paar Wörtchen mit reden dürfen. Silent Hill und Action, das passt einfach nicht, daher hoffe ich auch, dass sie dem Geist der Serie treu bleiben. Aber da Ito und Yamaoka dabei sind, mache ich mir wenig Sorgen, vorerst.

      Downpour ist für mich durch und durch amerikanisch und hat einfach die Essenz vermissen lassen. Silent Hill ist einfach ein Beispiel für den japanischen Horror-Verstand, das kann einfach niemand anderes so umsetzen. Aber ich was Horror angeht eh ein sehr verbissener Mensch und stehe zu meinem sehr speziellen Geschmack. :ugly1:
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      Outlast fand ich in erster Linie nur stressig (dabei habe ich es noch nicht einmal selbst gespielt sondern nur meiner Holden über die Schulter geschaut). Ich verstehe den Witz daran, nur weglaufen zu können, hätte aber ein sanfteres Pacing wieder einmal schöner gefunden. Bei mir funktioniert ganz viel Horror über die Umgebung und (sowohl angedeutete als auch explizite aber vllt. gestückelte) Geschichte, da möchte ich mir auch mal in Ruhe ein Dokument anschauen oder Textur-Details aufnehmen können, ohne das Gefühl zu haben, durch jedes Areal hetzen zu müssen. Das hatte ich in Outlast leider durchgehend, obwohl ich das Game insgesamt sehr wohl als absolut gelungen einschätzen würde. Da wiegt das Umgebungsdesign aber schwerer als die Story... :ugly2:
      Blair Witch habe ich weder als Film gesehen, noch gespielt, daher kann ich dazu leider nicht mal was blödes sagen, sorry.

      Ich verstehe, was Du mit "amerikanisch" meinst. Ja, Downpour fühlt sich definitiv anders an. Im Vergleich dazu war SH4* eher wie eine britische Kleinstadt (Klar, Ashfield war/ist ja auch eine Kleinstadt, wenn auch näher an SH gelegen) und die Vorgänger... Nun ja, eine vollkommen andere Liga. Gut möglich, dass das wirklich auch kulturelle Perspektivverschiebungen sind.
      Generell schätze ich japanischen Horror auch mehr als etwas hintergründigeres, wohingegen ich bei US-Produktionen immer erst einmal Sorge habe, dass mit "Horror" gemeint ist "wir ballern Euch einen blutigen Jumpscare nach dem anderen um die Ohren".
      Ein gut aufgebauter Schreckmoment hat durchaus auch mal etwas für sich, aber sowohl übermäßiger Gore (um des Gores Willen) und ständiges "Buh" sind ein unheimlich sicherer Weg, mich erst einmal auf Distanz zu halten. Nicht zuletzt machen behutsam eingesetzte Jumpscares imho auch einfach viel mehr Eindruck wenn man sie wirklich nicht erwartet und nicht ohnehin vor Anspannung permanent auf den Zehenspitzen tippelt.
      * Ich weiß, ich weiß: ist sowieso ein umstrittener Teil der Serie. Finde ihn aber nach wie vor ziemlich unterschätzt.

      Die Perspektive macht leider auch das Finden (aus meiner Sicht) "guter" Horrorfilme unheimlich schwierig. Vielleicht suche ich aber auch einfach nicht richtig.

      Ich fürchte, SH hat "Horror" für mich untrennbar mit der von Dir schon genannten Isolation, aber auch mit genereller Hoffnungslosigkeit und etwas Trauer verknüpft, so dass mich simplere Ansätze ("Oh nein, der Killer kommt!") doch immer wieder enttäuschen.
      Heißt nicht, dass das keinen Spaß machen kann. "Dead by Daylight" z. B. schätze ich als Actionspiel, bei dem ich, sicher, auch Angst empfinde, aber eben genau das... Angst und Stress — nicht aber Grusel. (Bitte entschuldige das blöde Beispiel, natürlich fällt das Spiel in eine ganz andere Kategorie, aber der Vergleich überzeichnet die Kontraste der verschiedenen Horror-Facetten so schön. :ugly4: )
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      Dann wirst du die Filme Blair Witch Project und Blair Witch 2016 lieben, die leben von Isolation, Angst und dem Gefühl verloren zu sein.

      Ich habe mir mal ein Walkthrough von Downpour angesehen und finde es für einen Silent Hill Titel auch zu aufdringlich. Gerade Silent Hill 2 gibt einem die Zeit, es auf sich wirken zu lassen, die Teile die nicht von Team Silent gemacht wurden, machen auf mich den Eindruck, das die Teams einfach nicht verstanden haben worum es in Silent Hill geht. Es braucht mehr als eine Geisterstadt, Monster und seltsame Charaktere. Ich beim ansehen die Anspannung vermisst, die Tiefe der Charaktere und den Wahnsinn der sich in jedem Detail verbirgt. Ich konnte leider nicht wirklich erkennen, wie die Stadt Murphys Inneres wieder spiegelt. Ebenso habe ich mich immer an den Klischees gestoßen: Rache an einem perversen Kindermörder, eine korrupte Wache, die Tochter die ihren Vater rächen will, Pyramidenkopf, diese stark unrealistische Darstellung von allem, Monster die einen einfach um jeden Preis erschrecken oder umbringen wollen und einfach nur so grotesk wie möglich aussehen sollen.

      Silent Hill 1-3 haben diese Punkte einfach viel besser umgesetzt, SH4 war eine andere Baustelle und man konnte schon sehen, dass den Entwicklern die Ideen aus gingen und sie versuchten sich von der Reihe zu lösen, zumal SH4 ja nicht mal ein SH Spiel werden sollte.
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