Smartphone Spionage-Software

      Smartphone Spionage-Software

      Da mittlerweile viele Menschen, ich denke auch hier im Forum, diese sog. Smartphones nutzen, finde ich diesen Artikel sehr beachtenswert.

      Aus PCgameshardware.de vom 01.12.2011

      Smartphone-Spionagesoftware von Mobilfunkanbietern protokolliert alle Anwender-Aktionen

      Auf aktuellen Smartphones ist jetzt eine Spionagesoftware entdeckt worden, die anscheinend auf vielen aktuellen Geräten vorinstalliert ist. Neben Android-, Symbian- und Blackberry-Telefonen sollen auch angeblich manche Apple-Geräte mit dieser Software ausgeliefert werden. Dabei spielt es laut den Informationen keine Rolle, aus welcher Quelle man das Gerät erworben hat. Die Software könnte missbraucht werden, alle Anwender-Aktivitäten und Informationen an einen zentralen Datendienst zu übermitteln. (Lars Craemer, 01.12.2011)


      Smartphone-Spionagesoftware von Mobilfunkanbietern protokolliert alle Anwender-Aktionen [Quelle: siehe Bildergalerie]
      Smartphones sind im Prinzip-Kleine Mini-Computer mit Telefon-Funktionen. Über die Datenanbindung der Mobilfunkanbieter oder auch über WLAN-Verbindungen tauschen diese Geräte unzählige Informationen mit Webseiten, Apps oder auch über SMS-Dienste der Mobilfunkanbieter aus. Aber auch Bankgeschäfte oder private Informationen wie E-Mails und SMS werden über Smartphones ausgetauscht. Im Prinzip lassen sich also alle modernen Kommunikations-Kanäle über ein Smartphone bedienen. Wer Zugriff auf diese Informationen hat und Sie in einer Datenbank sammelt, kann in der Theorie für jeden Anwender nicht nur ein sehr umfangreiches Nutzerprofil anlegen, sondern auch gleichzeitig private Informationen, Aufenthaltsorte und Passwörter der jeweiligen Anwender sammeln - für viele Datenschützer ein Horrorszenario.

      Wie es scheint, ist diese Dystrophie der Datenschützer jetzt Realität geworden. Aktuelle Informationen aus den USA belegen, dass die Firma Carrier IQ eine Spionagesoftware an namenhafte Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller liefert, die in der Lage ist, alle Informationen, die User mit dem Smartphone teilen, ungefragt abzuspeichern. Teilweise werden die Informationen sogar abgegriffen, bevor der Anwender diese überhaupt zu Gesicht bekommt. Im Prinzip sitzt die Software als fest installierter Bestandteil des Smartphones zwischen allen Aktivitäten des Anwenders und den Grundfunktionen des Smartphones. Dabei wird der Dienst offenbar gut getarnt, denn dieser erscheint im Falle von Android weder unter "laufenden Anwendungen", noch lässt sich der Dienst deinstallieren.

      Derzeit ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß die Software eingesetzt wird. Es gibt zahlreiche Informationen und Berichte, nach denen die Software von Carrier IQ praktisch auf allen relevanten Plattformen, Mobiltelefonen und Tablet-PCs mitläuft. Laut einem Sprecher von Carrier IQ läuft die Spionagesoftware derzeit auf über 150 Millionen Smartphones und Tablet-PCs - weltweit.

      Entdeckt wurde die Software von dem Android-Entwickler Trevor Eckhart, der am Beispiel eines HTC-Smartphones im angehängten Video demonstriert, wie Informationen gesammelt werden. Carrier IQ versuchte erst durch Androhung einer Klage die Sache im Keim zu ersticken, glücklicherweise schaltete sich die Datenschutzorganisation Electronic Frontier Foundation ein und der Hersteller zig die Klage zurück. Es wurde sogar zugegeben, dass Daten gesammelt werden, laut Hersteller allerdings nur zu dem Zweck der Optimierung und Fehlerbeseitigung.

      Ein Hauptkritikpunkt der Datenschützer ist die Tatsache, dass Anwender weder über die Arbeitsweise der Carrier IQ-Software aufgeklärt werden, noch dass diese die CHance haben, den Dienst beim Einrichten des Smartphones zu deaktivieren.

      Derzeit ist völlig unklar, welche Mobilfunkanbieter und Smartphone/Tablet-Hersteller die Software einsetzen. Nokia hat bereits öffentlich erklärt, dass die Software auf keinem der eigenen Geräte vorinstalliert wird. Fakt ist jedoch, dass zahlreiche Geräte mit der Software im Umlauf sind, die Anwender diesen Dienst ohne sehr großen Aufwand nicht stoppen können und darüber hinaus die Existenz dieser Anwendung bislang kaum dokumentiert wurde.

      Quelle: Youtube, Handelsblatt, Gizmodo


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      Da sag ich nur ein Hoch auf die Hardware offenen Geräte bzw. Geräte die einen offenen Bootloader bekommen haben.
      So kann man den ganze Blödsinn umgehen, indem man einfach in Custom Rom von freien Developern flashed. Die den Kram rausgelöscht haben.

      Aber die Gefahr besteht im großen und ganzen ja derzeit eh nur in den USA.
      Ich les die Problematik durch die Carrier wie AT&T und Verizon schon länger bei XDA-Developers mit.